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  • Ursprung unklar Für virale «Ansprache von Putin» an Deutschland fehlen Belege 14.3.2025, 17:29 (CET) Der russische Angriff auf die Ukraine und die Unsicherheit über den außenpolitischen Kurs von US-Präsident Donald Trump haben die Staaten Europas aufrüsten lassen. Inmitten der sicherheitspolitischen Debatte soll sich nun angeblich Russlands Präsident Wladimir Putin mit einer Ansprache an die deutsche Regierung und das deutsche Volk gewandt haben. «Wir werden nie bei euch einmarschieren», habe der Kremlchef demnach gesagt und dafür acht Gründe aufgezählt. Manche Nutzer teilen die Ansprache als Textnachricht, andere als Video. Doch hat Putin das wirklich gesagt? Bewertung Es lassen sich keine Belege für eine derartige Aussage Putins finden. Der Ursprung der Nachricht ist unklar. Einige Nutzer behaupteten nachträglich, es handele sich um Satire. Fakten Der russische Präsident Wladimir Putin hat in der jüngeren Vergangenheit weder eine Rede an die deutsche Regierung und an das deutsche Volk gehalten noch hat er Gründe genannt, warum man Deutschland nicht angreifen sollte. Auf der Webseite des Kremls ist in den Abschriften der Reden des Präsidenten keine derartige Rede zu finden. Auch auf der Seite der russischen Botschaft in Deutschland gibt es keine Informationen. Eine Suche bei Google nach Stichworten mit dem Zitat liefert ebenfalls keine Ergebnisse, die den auf Facebook geteilten Text belegen würden. Dasselbe ergibt eine Suche bei der russischen Suchmaschine Yandex mit den Worten in russischer Sprache. Das ist ungewöhnlich: Hätte Putin solche Worte tatsächlich geäußert, wäre darüber mit großer Wahrscheinlichkeit in deutschen und internationalen Medien berichtet worden. Es müssten sich insbesondere in russischen Medien oder auf der Kreml-Webseite Einträge finden lassen. Doch das ist nicht der Fall. Ursprung der Nachricht bleibt unklar Woher die offenbar erfundene Ansprache stammt und wer dafür die Urheberschaft trägt, ließ sich nicht klären. Die ältesten Beiträge mit der Fake-Rede fand die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in Facebook-Posts vom 7. März. So hatte ein AfD-Politiker aus Baden-Württemberg den Text verbreitet. Später ergänzte er «Edit: natürlich ist das Satire!», wie dem Bearbeitungsverlauf zu entnehmen ist. Zuvor hatte ein User den Text ohne Satire-Hinweis verbreitet. Ein deutscher Unternehmensberater, der in der Vergangenheit mit falschen Informationen aufgefallen ist, verbreitete die Nachricht einen Tag später. Ein Blog schrieb ihm daraufhin die Urheberschaft des Textes zu und behauptete ebenfalls, es handele sich um Satire. Später teilte die Nachricht zudem eine Seite, die im Layout einer Reihe von Webseiten ähnelt, die die französische Beobachtungsstelle für digitale Einflussnahme aus dem Ausland (VIGINUM) einem prorussischen Propagandanetzwerk zurechnet. In dem Beitrag wird zwar auf einen Telegram-Post vom 9. März verwiesen, doch auch dort werden keine Belege oder Quellen angeführt. (Stand: 14.3.2025) Links Kreml-Webseite mit den Reden des Präsidenten (archiviert) Suche nach Ansprache auf Kreml-Webseite auf Russisch (archiviert) Suche auf der Webseite der russischen Botschaft (archiviert) Google-Suche nach Stichworten auf Deutsch (archiviert) Yandex-Suche nach Stichworten auf Russisch Bing-Suche nach Medienberichten (archiviert) Facebook-Post I und II vom 7. März (archiviert hier und hier) X-Post vom 8. März (archiviert) dpa-Faktencheck zum Wirtschaftswachstum Blogeintrag vom 9. März (archiviert) Webseite mit Meldung vom 12. März 2025 (archiviert) VIGINUM-Bericht zu «Portal Kombat» (archiviert) Telegram-Post vom 9. März 2025 (archiviert) Facebook-Post mit Text (archiviert) Über dpa-Faktenchecks Dieser Faktencheck wurde im Rahmen des Facebook/Meta-Programms für unabhängige Faktenprüfung erstellt. Ausführliche Informationen zu diesem Programm finden Sie hier. Erläuterungen von Facebook/Meta zum Umgang mit Konten, die Falschinformationen verbreiten, finden Sie hier. Wenn Sie inhaltliche Einwände oder Anmerkungen haben, schicken Sie diese bitte mit einem Link zu dem betroffenen Facebook-Post an faktencheck@dpa.com. Nutzen Sie hierfür bitte die entsprechenden Vorlagen. Hinweise zu Einsprüchen finden Sie hier. Schon gewusst? Wenn Sie Zweifel an einer Nachricht, einer Behauptung, einem Bild oder einem Video haben, können Sie den dpa-Faktencheck auch per WhatsApp kontaktieren. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
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