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  • US-Einwanderungspolitik Falsche Zahlen zu ICE-Toten unter Obama kursieren im Netz 10.2.2026, 14:58 (CET) Spätestens seit dem Tod mehrerer US-Bürger während Einsätzen der US-Einwanderungsbehörden steht der rigorose Abschiebekurs von US-Präsident Donald Trump in der Kritik. Doch im Netz werden auch einem seiner Vorgänger, dem früheren US-Präsidenten Barack Obama, Todesfälle im Zusammenhang mit der Einwanderungsbehörde ICE vorgeworfen. «56 Tote bei ICE-Einsätzen unter Obama alleine 2016», heißt es. Stimmt das denn? Bewertung Die Behauptung ist falsch. Die Zahl bezieht sich auf die gesamte achtjährige Amtszeit Obamas. Fakten Die Zahl von 56 Toten taucht tatsächlich im Zusammenhang mit dem demokratischen Ex-Präsidenten Obama auf - aber anders als behauptet. Die Todesfälle ereigneten sich nicht ausschließlich bei ICE-Einsätzen und auch - nicht allein im Jahr 2016. - Als ICE-Todesfälle werden auch Menschen erfasst, die in Gewahrsam der Einwanderungsbehörde sterben, nicht ausschließlich bei Einsätzen. Die Todeszahl hängt daher auch immer von äußeren Umständen ab, etwa wie viele Menschen inhaftiert werden, und ob Gefängnisse möglicherweise überlastet sind. Und wie außerhalb von Gefängnissen sterben eben auch Menschen in Haft an Krankheiten. So starben zum Beispiel im Coronajahr 2020 während der ersten Trump-Präsidentschaft nach ICE-Angaben 18 Menschen in Gewahrsam - und damit mehr als der Durchschnitt in den Jahren zuvor. 56 ICE-Tote in Obamas gesamter Amtszeit 56 Menschen starben einem gemeinsamen Bericht mehrerer Menschenrechtsorganisationen von 2016 zufolge während der gesamten achtjährigen Amtszeit Obamas in ICE-Gewahrsam. Neben Krankheitsfällen seien darunter auch «sechs Selbstmorde und mindestens ein Todesfall nach einem Selbstmordversuch» gewesen sowie acht Fälle, bei denen die Organisationen «die Nichteinhaltung der medizinischen Standards der ICE als mitwirkende {Todes-]Ursache identifiziert» haben. Eine auf der ICE-Website selbst veröffentlichte Liste von Todesfällen zwischen 2003 und 2017 führt in der Amtszeit Obamas (20. Januar 2009 bis 20. Januar 2017) wiederum 67 Namen auf. Als Todesursachen sind dort unter anderem Sepsis, Herzinfarkt, Suizid, Diabetes, Leberversagen oder Blutkrebs angegeben. Zum Beispiel starb im April 2012 ein 46-jähriger Mann aus Gabun, der mehr als 170 Tage in ICE-Gewahrsam in Colorado verbracht hatte, einem Bericht des US-Heimatschutzministeriums (DHS) zufolge nach einem Herzinfarkt. Ein 58-Jähriger aus Mexiko wiederum erkrankte während seiner 82-tägigen Inhaftierung in Kalifornien an einer Lungenentzündung und starb im März 2012 nach DHS-Angaben an «Multiorganversagen aufgrund einer Sepsis infolge einer Bronchopneumonie und einer chronischen alkoholbedingten Lebererkrankung». Schon rund 30 Tote in Trumps zweiter Amtszeit - «tödlichstes Jahr» Unter Trump kamen nach einem Bericht des «Guardian» vom 4. Januar 2026 allein im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit 32 Menschen unter ICE-Aufsicht ums Leben, auch hier teils durch Krampfanfälle und Herzversagen, Schlaganfälle, Atemversagen, Tuberkulose oder Suizid - aber auch durch Schüsse. Es sei «das tödlichste Jahr für die Behörde seit mehr als zwei Jahrzehnten», schreibt die Zeitung. Zuletzt hat die Trump-Regierung ihre Abschiebemaßnahmen verstärkt und eine Rekordzahl an Menschen inhaftiert. ICE selbst listet 29 Todesfälle zwischen Trumps Amtseinführung am 20. Januar und Ende 2025. Nicht aufgeführt ist dabei aber etwa der Fall eines 43-jährigen Afroamerikaners, der am 31. Dezember 2025 in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) von einem ICE-Beamten außer Dienst erschossen wurde. Auch in den ersten Wochen des Jahres 2026 kam es zu teils tödlichen Schüssen. Besonders hohe Aufmerksamkeit erhielten die Fälle von Renée Good und Alex Pretti aus Minneapolis (Bundesstaat Minnesota): Die dreifache Mutter Good erlag in ihrem Auto den Schüssen eines ICE-Beamten. Der Krankenpfleger Pretti wurde bei seinem Protest gegen das Vorgehen von Einwanderungsbehörden erst niedergerungen und dann erschossen. Dies löste große Empörung im ganzen Land aus. Neben der Behörde ICE gibt es auch Einsätze der Grenzschutzbehörde CBP (Customs and Border Protection) gegen angeblich illegale Einwanderung. In diesem Zusammenhang gibt es genauso immer wieder Todesfälle. Artikel-Bild mit Homan und Obama ist KI-Fake Ein Artikel mit der Falschbehauptung über die Todesfälle während der Obama-Präsidentschaft wird mit einem Bild illustriert, das den früheren US-Präsidenten angeblich dabei zeigt, wie er dem heutigen Grenzschutzbeauftragten der Trump-Regierung, Tom Homan, eine goldene Medaille um den Hals hängt. Doch die vermeintliche Aufnahme ist nach Recherchen unter anderem der Faktenchecker des ARD-«Faktenfinders» und von Snopes ein KI-Fake. Homan war zwar 2015 tatsächlich während der Obama-Amtszeit mit dem Presidential Rank Award ausgezeichnet worden. Doch dafür, dass er sie vom Präsidenten persönlich bekommen hat, lassen sich demnach keine Belege finden. Preisträger erhalten einem Memo aus dem Jahr 2015 zufolge auch keine Medaille um den Hals gelegt, sondern eine Urkunde, einen goldenen Anstecker und eine Geldprämie. (Stand: 10.2.2026) Links Menschenrechtsbericht über Tote in ICE-Obhut unter Obama (archiviert) ICE-Liste zu Todesfällen in ICE-Gewahrsam 2003-2017 (archiviert) ICE-Liste zu Todesfällen in ICE-Gewahrsam ab 2018 (archiviert) «Guardian» über Tote in ICE-Obhut 2025 (archiviert) DHS-Bericht zum Fall des Gabuners (archiviert) DHS-Bericht zum Fall des Mexikaners (archiviert) «LA Times»-Artikel über Fall am 31.12.2025 (archiviert) NBC-News-Bericht über Schüsse von Beamten der Einwanderungsbehörden (archiviert) dpa-Artikel über Empörung nach tödlichen Schüssen in Minneapolis via «zeit.de» (archiviert) CBP über Todesfälle (archiviert) ARD-«Faktenfinder»-Faktencheck über Obama/Homan (archiviert) Snopes-Faktencheck über Obama/Homan (archiviert) Preisträger des Presidential Rank Awards 2015 (archiviert) Memo zu Presidential Rank Awards von 2015 (archiviert) Über dpa-Faktenchecks Dieser Faktencheck wurde im Rahmen des Facebook/Meta-Programms für unabhängige Faktenprüfung erstellt. Ausführliche Informationen zu diesem Programm finden Sie hier. Erläuterungen von Facebook/Meta zum Umgang mit Konten, die Falschinformationen verbreiten, finden Sie hier. Wenn Sie inhaltliche Einwände oder Anmerkungen haben, schicken Sie diese bitte mit einem Link zu dem betroffenen Facebook-Post an faktencheck@dpa.com. Nutzen Sie hierfür bitte die entsprechenden Vorlagen. Hinweise zu Einsprüchen finden Sie hier. Schon gewusst? Wenn Sie Zweifel an einer Nachricht, einer Behauptung, einem Bild oder einem Video haben, können Sie den dpa-Faktencheck auch per WhatsApp kontaktieren. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
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