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  • Winterdienst Berliner Stadtreinigung: Streuen keinen Sand auf Straßen 11.2.2026, 16:31 (CET) Das Winterwetter und die Beschwerden über vereiste Gehwege und Straßen haben in Berlin tagelange Diskussionen ausgelöst. So stritten Landespolitiker unter anderem über den Einsatz von Streusalz - der Grundstückseigentümern aus Naturschutzgründen in der Regel untersagt ist. Laut Social-Media-Beiträgen ist von dem Verbot auch der Winterdienst der Berliner Stadtreinigungsbetriebe betroffen. «Weil Streusalz verboten ist und die Stadt die Straßen nicht mehr richtig räumt, wird einfach Sand auf Fahrbahnen und Wege gekippt», heißt es in mehreren Beiträgen. Dazu wird ein Video gezeigt, in dem große Mengen brauner Schneematsch auf einer mehrspurigen Straße zu sehen sind. Ist wirklich der Einsatz von Sand die Erklärung dafür? Bewertung Der Schneematsch im Video entstand nicht durch den Einsatz von Sand, sondern durch Salz. Anders als Privatleute darf die Berliner Stadtreinigung dieses auf Straßen einsetzen. Fakten Tagelang waren viele öffentliche Flächen in Berlin im Januar und Februar spiegelglatt, vor allem Geh- und Radwege. Berlins Senat setzte deshalb am 30. Januar über eine Allgemeinverfügung durch, dass auch private Grundstückseigentümer Streusalz verwenden dürfen. Eigentlich ist ihnen das aufgrund der umweltschädlichen Wirkung des Salzes untersagt. Alternativen sind Splitt oder Sand. Eigentümer sind verpflichtet, auf Gehwegen zum Beispiel vor Wohnhäusern für Verkehrssicherheit zu sorgen. Die Wirkung von Streusalz gegen festgetretene, geschlossene Eisflächen ist allerdings begrenzt. Und auch aus rechtlichen Gründen hielt die Allgemeinverfügung des Berliner Senats nur wenige Tage: Am 4. Februar gab das Berliner Verwaltungsgericht einem Eilantrag des Naturschutzbunds gegen die Verfügung statt. Streusalz war für Privatleute wieder tabu. BSR darf Streusalz einsetzen Zu keinem Zeitpunkt allerdings war der Winterdienst der Berliner Stadtreinigung (BSR) auf großen Straßen von diesem Verbot betroffen. Für sie gelten Ausnahmen vom Streusalzverbot. Das schreibt die BSR auf ihrer Website und bestätigte es auch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auf Hauptverkehrswegen verteilt die BSR sogenanntes Feuchtsalz. Was die Stadtreinigung im Straßenraum hingegen nicht als Streugut einsetzt, ist Sand. Auch das teilte die BSR-Pressestelle der dpa mit. Der Schneematsch im Video wurde also nicht von Sand verursacht. Es gibt dafür eine andere Erklärung. Das Video wurde mutmaßlich am 5. Februar aufgenommen. An diesem Tag herrschten in Berlin solche Wetter- und Straßenverhältnisse. Das zeigen andere Aufnahmen, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden. Straßen wurden vorab gestreut Im Video zu sehen ist eine Kreuzung zweier mehrspuriger Straßen im Bezirk Reinickendorf. Dort und auch an anderen Hauptverkehrswegen hatte die BSR schon vor dem Eisregen vom 5. Februar Salz gestreut. Auf dpa-Anfrage schreibt sie: «Auf beiden Straßen wurden am Abend des 4. Februar eine vorbeugende Streckenstreuung mit Feuchtsalz durchgeführt sowie ab den frühen Morgenstunden des 5. Februar Räummaßnahmen und weitere Streckenstreuungen mit Feuchtsalz.» Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) erklärte das Prinzip an diesem Morgen in einem Beitrag auf Instagram: Das Salz sei «unter den Schnee und Eisregen platziert» worden, wodurch Schneematsch entstanden sei. «Unter diesem Schneematsch herrschen keine Gefriertemperaturen, so dass gute Befahrbarkeit herrscht», schrieb Giffey. Das deckt sich mit dem Video. Die Autos scheinen weitgehend problemlos unterwegs zu sein, trotz des Schneematsches auf der Straße. Mit dem Einsatz von Sand hat dieser nichts zu tun. «Die BSR setzt keinen Sand als Streumittel ein - die Verfärbung des Schnees ist wohl auf normale Fahrbahnverschmutzungen zurückzuführen», schreibt die Stadtreinigung. CDU und SPD in Berlin haben nach den Problemen mit Eisglätte angekündigt, den Winterdienst neu zu regeln. Im Fokus stehen dabei aber die Probleme auf Gehwegen, nicht der Straßenverkehr. (Stand: 11.2.2026) Links Allgemeinverfügung der Berliner Verkehrsverwaltung (archiviert) Berliner Straßenreinigungsgesetz (archiviert) Deutschlandfunk zur Streusalz-Debatte (archiviert) BSR-Chefin zum Vorgehen gegen Vereisungen via «B.Z.» (archiviert) Entscheidung des Verwaltungsgerichts (archiviert) BSR zum Winterdienst und Einsatz von Streusalz (archiviert) Weitere Aufnahme vom 5. Februar (archiviert) Aufnahmeort des Videos (archiviert) Informationen zum Winterdienst (archiviert) Instagram-Beitrag von Giffey (archiviert) «RBB24» über Winterdienst-Reform (archiviert) Über dpa-Faktenchecks Dieser Faktencheck wurde im Rahmen des Facebook/Meta-Programms für unabhängige Faktenprüfung erstellt. Ausführliche Informationen zu diesem Programm finden Sie hier. Erläuterungen von Facebook/Meta zum Umgang mit Konten, die Falschinformationen verbreiten, finden Sie hier. Wenn Sie inhaltliche Einwände oder Anmerkungen haben, schicken Sie diese bitte mit einem Link zu dem betroffenen Facebook-Post an faktencheck@dpa.com. Nutzen Sie hierfür bitte die entsprechenden Vorlagen. Hinweise zu Einsprüchen finden Sie hier. Schon gewusst? Wenn Sie Zweifel an einer Nachricht, einer Behauptung, einem Bild oder einem Video haben, können Sie den dpa-Faktencheck auch per WhatsApp kontaktieren. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
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