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| - Verkehrsfilter
In Oxford müssen sich Autofahrer auf Einschränkungen gefasst machen
19.5.2026, 14:09 (CEST)
Die englische Stadt Oxford plant Änderungen für den Autoverkehr, die manche als Fehler betrachten. Das führt seit Jahren auch zu Falschinformationen. Aktuell geht eine Karte neuer Verkehrszonen der Stadt herum. So schreibt eine Social-Media-Nutzerin: «Die Zonen sind festgelegt, Straßen gesperrt, Absperrungen aufgestellt und Überwachungskameras mit KI-Steuerung installiert. Die Anwohner wurden bereits aufgefordert, eine Genehmigung zu beantragen, um ihre Zone verlassen zu dürfen.»
Bewertung
Jeder Mensch kann sich jederzeit frei zwischen den Vierteln in Oxford bewegen. Die Durchfahrt mit Pkw in gewissen Straßen soll im Inneren der Stadt aber eingeschränkt werden, es gibt hierfür ein gewisses Kontingent im Jahr. Dafür müssen Autohalter sich eine kostenlose Erlaubnis holen.
Fakten
Nach aktueller Planung sollen von August 2026 an bestimmte Straßen in Oxford für private Pkws nur noch sehr eingeschränkt benutzbar sein. Ziele der Maßnahme sind vor allem weniger Stau und weniger Luftverschmutzung.
Die betroffenen Straßen sind in der kursierenden Karte markiert. Sie sind so ausgewählt, dass ein Sperrung «auch zu einer stärkeren Verkehrsreduzierung in anderen Bereichen der Stadt führen kann», heißt es auf der Seite der Stadtverwaltung. Auf den Straßen dürfen zu bestimmten Zeiten, hauptsächlich tagsüber von Montag bis Samstag, keine Autos mehr fahren, außer sie haben eine Sondergenehmigung. Damit sollen die Autofahrer dazu gebracht werden, andere Routen zu nutzen.
Alle sonstigen Verkehrsteilnehmer dürfen die Straßen weiterhin befahren, wie es ihnen beliebt. Ausnahmen gibt es auch für Busse.
Erlaubnis und Überwachung
Mit der Genehmigung können die Bewohner Oxfords an bis zu hundert Tagen im Jahr die betroffenen Straßen mit ihren Pkw befahren. Die Stadt will die Sperrung nicht mit Barrieren umsetzen, sondern nutzt als Verkehrsfilter Kameras mit automatischer Kennzeichenerkennung. Der Stadt zufolge erstreckt sich die von Kameras erfasste Gegend nur auf einige Meter. Wer die Kameras ohne Genehmigung passiert, muss mit einem Bußgeld rechnen.
Beschlossen hatte diese Maßnahme die Verwaltung von Oxfordshire schon im Herbst 2022. Damals hieß es seitens der Stadt: «Derzeit sind unsere Straßen mit Verkehr verstopft, und dieser Verkehr schadet unserer Wirtschaft und unserer Umwelt. Oxford braucht ein nachhaltigeres, zuverlässigeres und inklusiveres Verkehrssystem für alle.» Das Konzept ist seitdem wiederholt Thema von Falschbehauptungen geworden.
Die «15-Minuten-Stadt»
In dem geprüften Facebook-Post steht fälschlicherweise, Oxford werde «die erste offizielle "WEF 15-Minuten-Stadt" überhaupt» sein - doch damit haben die Pläne zur Verkehrsreduzierung in Oxford gar nichts zu tun. Beide Themen sind schon in der Vergangenheit irrtümlicherweise verknüpft worden.
(Stand: 19.5.26)
Links
Fragen und Antworten zum Konzept (archiviert)
Zu den Sperrungen (archiviert)
PDF mit Informationen (archiviert)
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